Dezember 13, 2021

Meierei / Molkerei

Mit „Meier“ wurde im Mittelalter in der Regel ein ‚Oberbauer’ bzw. ‚Großbauer’ bezeichnet, der quasi als ‚grundherrlicher Beamter’ im Auftrag des Grundherrn die Aufsicht über die Bewirtschaftung der Hofgüter führte und in dessen Namen die niedere Gerichtsbarkeit ausübte.

In Deutschland ist der Begriff „Molkerei“ im Gesetz über den Verkehr mit Milch, Milcherzeugnissen und Fetten (Milch- und Fettgesetz) definiert.

Im Norden und Osten Deutschlands heißen die Verarbeitungsstätten oftmals auch Meierei.

Stellt ein Betrieb nur Käse her, dann ist es eine Käserei.

Beide Bezeichnungen meinen das Gleiche: Fabriken, die in unterschiedlichen Abteilungen Trinkmilch, Quark, Käse, Joghurt, Magermilchpulver sowie Butter herstellen.

In Schleswig-Holstein und Teilen von Mecklenburg-Vorpommern spricht man allerdings typischerweise von einer „Meierei“; im Rest von Deutschland wird eher der Begriff „Molkerei“ benutzt.

Die Größe des Werks hat mit der Bezeichnung nichts zu tun – auch einzelne Landwirte können eine Hofmolkerei haben.

Milchbauern schließen sich jedoch häufig zu Genossenschaften zusammen, um ihre Milch gemeinsam in einer Molkerei zu verarbeiten.

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