Februar 3, 2020

Meierei / Molkerei

Tierische Milch zählte infolge ihres Verzehrs seit der Sesshaftwerdung des Menschen zu einer wichtigen Nahrungsquelle.

Da Rohmilch nur sehr begrenzt haltbar ist, wurde sie z. B. zu Butter oder Käse verarbeitet.

Diese Veredelung erfolgte dabei hauptsächlich im einzelnen Betrieb z. B. mit Hilfe eines Butterfasses.

Die verarbeiteten Mengen waren meist gering und dienten vorrangig der Selbstversorgung des Hofes.

Im Gegensatz dazu stellten die frühen landwirtschaftlichen Großbetriebe, z. B. Güter oder Klöster große Mengen Butter und Käse her, die größtenteils selbst verbraucht, aber auch verkauft wurden.

Die auf die Milchverarbeitung ausgerichteten Bereiche dieser Betriebe bildeten damit die frühesten Molkereien.

Hierfür wurden z. B. in den Vorwerken Stallungen, Scheunen und sogenannte Molkenhäuser konzentriert.

Diese dienten der Aufbewahrung von Milch sowie der Herstellung und Lagerung der Milchprodukte und enthielten zum Teil auch Wohnungen.

Aus dem räumlichen Zusammenhang des Gutes oder des Meierhofes und der Molkerei leitet sich der in Norddeutschland gebräuchliche Begriff der Meierei für Molkerei ab.

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