Dezember 31, 2019

Meier (Der Film)

Ede Meier ist Tapezierer und lebt mit seiner Freundin Lore in Ost-Berlin. Nachdem ihm sein in West-Berlin verstorbener Vater eine kleine Erbschaft hinterließ, kauft sich DDR-Bürger Ede vom Fluchthelfer Kretschmer einen behelfsmäßigen West-Berliner Personalausweis, um sich auf Weltreise begeben zu können.

Als er zurückkehrt, sind Onkel Werner und Tante Inge in West-Berlin nicht nur darüber entsetzt, dass sich Ede von seinem Erbe keine Existenz im Westen aufbauen will, sondern nun als Westler auch noch mit Tagesvisum zurück nach Ost-Berlin einreisen will. Lore und Edes Arbeitskollegen ahnen nichts, als er nach drei Wochen angeblich vom Urlaub aus Bulgarien zurückkommt.

Von der sozialistischen Mangelwirtschaft genervt, die nur hässliche Mustertapeten produziert, will Ede nun durch westliche Raufasertapete die Renovierung entscheidend verbessern. Mit Tagesvisum immer wieder um Mitternacht einreisend und in der nächsten Nacht ausreisend, schmuggelt Ede Raufasertapete über die Mauer nach Ost-Berlin und gibt dort vor, eine Maschine erfunden zu haben, die gemusterte Tapete in Raufasertapete verwandeln kann.

Der ständige Grenzübertritt, der ohnehin auf nur vierzig Tage im Jahr beschränkt ist, erschwert sein Liebesleben zur sozialistischen Lore erheblich. Doch Edes Tapete erfreut sich größter Beliebtheit und seine Tapezierer-Brigade erreicht sagenumwobene Quoten bei der Planerfüllung. Gemusterte Tapeten möchte nun niemand mehr in seiner Wohnung haben. Ede Meier wird als „Held der Arbeit“ ausgezeichnet.

Am Tag der Ordensverleihung kommt Ede jedoch zu spät zur Grenze und wird enttarnt. Versehentlich hatte Ede seinen DDR-Ausweis vorgezeigt. Die Stasileute, die ihn verhören, kommen jedoch in den Konflikt, den frisch gekürten „Held der Arbeit“ nun ins Gefängnis stecken zu müssen. Dies wäre eine zu große Blamage für den Arbeiter- und Bauernstaat und so lassen sie ihn wieder frei. Es stellt sich heraus, dass die von Meier geschmuggelte Raufasertapete in Karl-Marx-Stadt zum Zwecke der Devisenbeschaffung ausschließlich für den Export in die BRD produziert wurde.

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