April 28, 2020

Kurzarbeit ab Mai

Das Coronavirus hat dem Kreuzfahrtboom ein jähes Ende bereitet. Auch auf der Papenburger Meyer Werft sind die Auswirkungen dramatisch: Ab Mai sind die Beschäftigten für zwei Monate in Kurzarbeit, ohne dass der Arbeitgeber – wie vom Betriebsrat gefordert – den Lohn aufstockt. Das ist nach Informationen von NDR 1 Niedersachsen das Ergebnis eines Schlichtungsgesprächs zwischen Geschäftsleitung und Arbeitnehmervertretern vor einer Einigungsstelle des Arbeitsgerichts Oldenburg. 

Betriebsrat kämpft für Stammbelegschaft

Betriebsrats-Chef Nico Bloem kündigte an, dass er die Jobs der rund 3.600 Mitarbeiter starken Stammbelegschaft retten will. “Bevor wir über Maßnahmen, Schritte, Konsequenzen gegenüber der eigenen Belegschaft nachdenken, muss erst einmal gewährleistet sein, dass die hohe Anzahl an Fremdbeschäftigten massiv reduziert werden”, sagte Bloem. Die Leidtragenden wären dann mehr als 3.500 Arbeiter, die über Werkverträge oder als Leiharbeiter beschäftigt sind.

Werft-Chef erwartet lange Flaute

Der Senior-Chef der Werft, Bernard Meyer, hatte sich am Donnerstag in einer Videobotschaft auf der Homepage der Werft an die Belegschaft und wohl auch an die Öffentlichkeit gewandt. Darin sprach er von der größten Krise, die er persönlich erlebt habe. Es drohten erhebliche Einschnitte für die Belegschaft, kündigte Meyer an. “Wir müssen in allen Bereichen über Kurzarbeit, aber auch über den Abbau von Arbeitsplätzen nachdenken. Es werden einfach nicht mehr so viele Kreuzfahrtschiffe gebraucht”, sagte der Werft-Chef. Daher werde die Werft die jährliche Produktion von drei auf zwei Schiffe reduzieren. In einer einfachen Zahl: 40 Prozent weniger Arbeit. Meyer rechne zudem damit, dass es in den nächsten drei Jahren kein Neugeschäft gebe. Die Branche werde wohl bis zum Jahr 2030 brauchen, um sich von der Krise zu erholen, sagte er.

Ich wünsche der MEYER WERFT alles Gute! Durchhalten!

Quelle: NDR

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